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Mittwoch, 28. September 2016

MMM 09/2016 Vivienne Westwood im Herbst

Meine liebste Jahreszeit ist angebrochen: der Herbst. Das Licht, die Farben, die Natur gibt noch mal alles, bevor die Winterstarre einsetzt...
Zu kurz ist leider immer die Zeit, in der ich meine liebsten Blazer und Jacken, kombiniert mit einem Schal, morgens zur Arbeit tragen kann. Letzte Woche hatten wir morgens fünf Grad, da brauche ich schon was Wärmeres :-)

Zum Glück passe ich auch wieder in meine heissgeliebte Vivienne-Westwood-Jacke, zum letzten Mal hatte ich sie im Frühling gezeigt:


Chelsea-Boots Kurt Geiger
Mein Outfit an diesem Tag ist very british: Tweed und Boots aus Glasgow, Pin und Ohrringe nach Charles Rennie Mackintosh, gekauft in Edinburgh. Das Shirt: getragen im Schottland-Urlaub 2015. Darunter trage ich das Upcycling-Shirt, hier vorgestellt. Ich mag diese schräge Linienführung, davon sollte ich unbedingt mehr machen...


Nächstes Mal gibt es Neues zu sehen: das Fanshirt und eine neue Hose, ausserdem sind eine superleichte, kuschelweiche Strickjacke und ein Tuch fertig. Vielleicht kann ich dann sogar schon die Steppjacke zeigen...
Meine beiden schrägen Teile stelle ich jetzt erstmal beim MeMadeMittwoch ein.
Euch allen einen wunderschönen Herbsttag!

Mittwoch, 6. April 2016

MMM 03/2016 Vivienne Westwood im Frühling

Seit es wärmer geworden ist habe ich fast nur noch die rote Bikerjacke getragen und bin sehr, sehr zufrieden damit. Eigentlich hab ich gar nichts daran auszusetzen, was sehr ungewöhnlich ist.
Doch morgens ist es noch ziemlich frisch, deshalb hab ich heute mal wieder zum Foggy Tweed Jacket gegriffen:




Oh Mann, schlechte Fotos, Undordnung im Hintergrund und Fussel auf dem Spiegel... manches ändert sich halt nie, grrrr...


Das Dreieckstuch sah übrigens mal so aus:


So richtig warm geworden bin ich mit der Farbe einfach nicht, da habe ich kurz entschlossen Tuch und Mütze im Topf schwarz gefärbt. Und jetzt passt das Tuch wunderbar zu allen möglichen Teilen.

Boots: H by Hudson (fast neu und heiss geliebt)

Noch ein paar ältere Fotos, als ich die Jacke noch Indoor als Blazer über einem T-Shirt getragen habe. Anlass war der erste Theaterauftritt meines Neffen, Krimidinner mit viel britischer Prominenz, Miss Marple, Sherlock und Watson und natürlich: Bond, James Bond :-) 

Boots: Paul Green (nicht neu, aber auch heiss geliebt)




Neues kann ich vielleicht nächsten Mittwoch zeigen, diese Woche gehts mit Vivienne zum MeMadeMittwoch :-) Den Prada-Sewalong verfolge ich übrigens auch interessiert, da halte ich mich diesmal aber raus...

Kleiner Ausblick auf die aktuelle Strickarbeit:



 Auf das wunderbare Jeansgarn von Rowan bin ich durch Angela's (HobbyCouture) schöne Jacke gestossen. Im Netz hab ich es sogar etwas günstiger gefunden. Die Partienummern waren zwar unterschiedlich, aber das sieht man im Moment gar nicht und nach dem Ent-/Verfärben bestimmt auch nicht. Das Garn strickt sich sehr gut, ich hab am Sonntag angefangen und bin aktuell schon bei etwa 32 cm Höhe. Aber die Hände sehen aus... davon muss ich noch ein Foto machen.

Einen schönen Tag allen, die auf den Frühling warten :-)

Mittwoch, 24. Februar 2016

MMM 01/2016 Vivienne Westwood Jacket

Zum ersten Mal in diesem Jahr schaffe ich es zum MeMadeMittwoch. Mit einer Jacke, die schon längst hätte fertig sein können, wenn ich nicht so viele Kleinigkeiten zwischendurch gemacht hätte, wie hier beschrieben.
Meine Version von Vivienne Westwoods Foggy Tweed Alcoholic Jacket:


Und wieder einmal muss ich mich für die schlechte Qualität der Fotos entschuldigen. Abends bei Kunstlicht ist es schon schwierig genug, auch wenn man bessere Laune hat, als ich gestern Abend. Da müsst ihr jetzt durch :-)


Besonders aussagekräftig ist das nicht, auf den Details sieht man die Farbunterschiede besser. Kritikpunkte hab ich natürlich auch. Ein klein bisschen weiter hätte sie sein dürfen. Und beim asymmetrischen Vorderteil hatte ich einen Denkfehler. Das war schon sehr früh klar, ich hätte das also nochmal ändern können. Wollte ich aber nicht, wenn schon schräg, dann aber richtig :-)

  

Hier sieht es so aus, als würde es zwischen den oberen beiden Knöpfen aufklaffen. Ich finde die Abstände zwischen den Knöpfen immer noch zu gross, dabei hab ich schon einen mehr als beim Original gesetzt. 
Sehr idyllisch sind auch die Kartons im Hintergrund, der von meiner neuen Nähmaschine (kreisch) und im oberen sind meine neuen Boots angekommen (nochmal kreisch)...


Fazit: lange Pausen bei einem solchen Projekt sind anstrengend, da muss ich mehr an mir arbeiten. Und noch genauer planen, z,B. bei der Schnittkonstruktion. Die nächste Jacke mit Anpassungen ist ja bereits in Arbeit :-)

Die aus Film und Fernsehen bekannte Meike/FrauCrafteln ist heute Gastgeberin beim MeMadeMittwoch. Ganz früh war sie schon online und ich gehe mit meinen lausigen Bildern jetzt auch dort hin...

Dienstag, 23. Februar 2016

Vivienne Westwood and my new shoes



It's done! Unglaublich, aber wahr: mein Vivienne-Westwood-Foggy-Tweed-Alcoholic-Jacket ist fertig. Am Schluss war noch einiges an Handarbeit nötig, entschleunigtes Nähen nenne ich das. Die allerletzte Arbeit mit meiner (NEUEN, aber dazu später mehr) Nähmaschine waren die Knopflöcher.

Zur Erinnerung: so (umwerfend) sieht das Original aus:



Das waren die Anfänge:

Konstruktion der mittleren Vorderteile und des Kragens

Probenähen des rechten, mittleren Vorderteils

Farbspielereien für den Foggy"-Effekt und für die Paspeln

 Zwischenstand: ein ungebügelter Sack :-)


Feinarbeiten, zum Beispiel die Ärmelmanschetten:


Beim Original gibt es keine Paspeln, aber ich bin froh, dass ich mir die zusätzliche Arbeit gemacht habe. Ich finde, das schafft einen etwas ruhigeren Übergang.

Bei den Taschenklappen hab ich dann zum ersten Mal gefärbt:


 Komisch, gestern Abend sahen die Fotos gar nicht so verwackelt aus, grrr...

Lange hab ich dann überlegt, wieviel Foggy-Effekt ich wirklich haben will und beschlossen, dass die Taschenklappen und die äusseren Kragenteile reichen.


Ein weiteres Detail auf meiner Planung war ja auch das angetäuschte untere Knopfloch, das natürlich auf der falschen Seite sitzt.


Bounded buttonholes hab ich nicht gemacht, das sieht immer schöner aus bei einfarbigen Stoffen. Und die Ärmel habe ich auch nicht wie im Original in 3/4-Länge gemacht. Obwohl ich da lange hin und her überlegt habe, fand ich es doch sinnvoller, eine warme Jacke mit langen Ärmeln auszustatten.


Fehlt nur noch passendes Schuhwerk, das aber nicht unbedingt Vivienne-Westwood-Style ist. Meine neuen Schuhe....!!!

Sendra Boots
Nun noch ein Gesamtbild, Bilder am lebenden Objekt gibt es morgen zum MeMadeMittwoch:


Sonntag, 6. Dezember 2015

Nähen nach Vivienne Westwood

Wer keine Probleme hat schafft sich welche... Vor den Erfolg hat der Herr den Fleiss gesetzt...

Auf das Nähen treffen diese alten Sprichworte bei mir zur Zeit voll und ganz zu. Ich hätt's so schön einfach haben können, aber Spass macht's doch auch...

Der Vivienne-Westwood-Sewalong ist längst vorbei und ich bin natürlich noch nicht fertig. Ich wusste schon, warum ich mich nicht angemeldet hab, man kennt sich ja schliesslich recht gut, nach mehreren Jahrzehnten...

Um sicher zu gehen, dass die Kragenlösung für meine Version des Vivienne Westwood-Jackets auch funktioniert hab ich ausnahmsweise mal ein Probeteil genäht. Natürlich nur den Teil, der strittig war, SO gewissenhaft bin ich dann doch nicht plötzlich geworden.




Schon seltsam, dass es erst diesen Sewalong braucht, um mal asymmetrisch zu denken bzw. zu schneidern.
Momentan achte ich ja (fast schon sklavisch) darauf, so viel wie möglich aus der Lagerhaltung zu verwenden, bevor was Neues gekauft wird. Wenn also kein Paspelband in passender Farbe vorrätig ist, und auch keine Schnur, um neue Paspeln zu machen, dann wird eben ein hellgraues dunkel gefärbt. Nicht besonders aufwendig, aber eine ziemliche Sauerei. Wenigstens weiss ich jetzt, wie das Mischungsverhältnis sein muss.


Bei Projekten wie diesem, das einfach ein bisschen mehr Zeit erfordert, macht mir die zusätzliche Arbeit gar nicht so viel aus. Wie zum Beispiel die Übertragung der Schnittkonturen mit Heftfaden. Es dauert eigentlich gar nicht so lange und das Nähen ist dann viel entspannter.



Gestern hab ich sieben Stunden am Stück genäht, ein absoluter Glücksfall für knifflige Stellen wie diese hier am Kragen:


Da war ich mir kurze Zeit nicht sicher, ob ich noch weiss, was ich da tue :-) Die Zugaben der Rundungen sind ordentlich ausgeschnitten, nicht wie sonst nur eingeschnitten:


... und die Zugaben der Seiten- und unteren Ärmelnähte wieder flach genäht:


Die Anprobe ohne Ärmel war etwas ernüchternd, aber dieses mentale Tief hab ich schnell überwunden. Die Passform stimmt und halbfertige Sachen sehen eben etwas merkwürdig aus:
 

Da ich mich für Paspeln entschieden habe gibt es normale, statt Paspelknopflöcher, irgendwo muss man ja Abstriche machen :-) Ich hoffe nur, dass meine allerbeste, nicht mehr ganz jugendliche Nähmaschine mich da nicht im Stich lässt.
Jetzt muss ich nur noch die Ärmel beim Oberstoff und Futter einsetzen und mir darüber klar werden, wie lang die Jacke werden soll...

Trotz gemischter Gefühle, was die menschliche Seite der Sendung angeht, schaue ich mir jede Folge von Geschickt Eingefädelt an. Einfach, weil ich mit den Teilnehmern mitfiebere und weil ich sehr bewundere, was sie unter den Umständen für schöne Sachen machen. Naürlich achtet man dann bei den eigenen Nähereien wieder mehr auf die technischen Details.

Da war ich also ganz stolz darauf, dass ich bei den Rückenteilen das Karomuster perfekt durchlaufend zugeschnitten habe. Ich dachte schon: nicht mal Inge könnte da meckern, denn auch bei den Seitennähten passt es... Wo es nicht stimmt? Na, wo denn wohl? Da, wo man es am besten sehen kann, bei den Vorderteilen!

Hochmut kommt vor dem Fall...:-)